Angriffstechnik

Die Europameisterinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst erklären euch die Schlagtechnik beim Angriff.

Angriff über Außen

Jörg Ahmann, Bundestrainer der U23 Nachwuchsstars, erklärt euch wann der Angriff über Außen sinnvoll ist.

2. Bälle angreifen (1)

Auch in diesem Video gibt Jörg Ahmann wichtige Tipps. Dieses Mal dreht es sich um den "Angriff von zweiten Bällen".

2. Bälle angreifen (2)

Björn Thönes, Headcoach der Beach-Academy, erklärt ausführlich alles zum Thema "Angriff von zweiten Bällen".







Tom Hikel verrät uns seine sieben goldenen Regeln für einen erfolgreichen Angriff.



Tom Hikel

Den Ball knallhart im Feld versenken ist toll! Punkte gibt es bekanntlich jedoch nicht für die Schlaghärte, sondern für erfolgreich abgeschlossene Angriffe. Und das eine bedingt nicht zwingend das andere. Ein Meister des variablen und schlauen Angriff war und ist Tom Hikel.

Diese pfiffige Spielweise hat ihm zahlreiche Turniersiege und Titel eingebracht, wobei der Gewinn der Deutschen Meisterschaft (2002) sicherlich zu den Highlights seiner Karriere zählt. Seine Erfahrung und sein umfangreiches Beach-Volleyball-Wissen gibt Tom von Zeit zu Zeit im Rahmen unserer Camps an Freizeitspieler weiter und verrät euch jetzt und hier seine sieben goldenen Regeln eines erfolgreichen Angriffs.

 

1. Zeige Variabilität im Spiel
Auch wenn dein Spiel über einen Lieblingsangriff aufgebaut ist, muss der Gegner wissen, dass du flexibel bist, sonst kann er seine Abwehrtaktik zu leicht auf dich einstellen. Spiel bewusst in der passenden Situation auch den Angriff, den du nicht gerne spielst. Ein Beispiel dazu: Wer ausschließlich shottet, wird Probleme bekommen, weil der Gegner sich zunehmend lösen wird. Verschaffe dir auch wenn du den Shot bevorzugst, durch regelmäßige harte Angriffe Respekt.

2. Hab einen Plan im Kopf
Egal ob du im Angriff mit peripherem Sehen, Blicksprung oder dem Call des Partners arbeitest: Beginne niemals ohne einen Plan - sprich ohne eine präferierte Angriffsoption - deine Angriffshandlung! Ein gut ausgeführter und platzierter Ball in die "falsche" Ecke ist immer noch besser, als sich alle Optionen offen halten wollen und daraus einen Ball spielen, der "weder Fisch noch Fleisch" ist.

Tom Hikel beim Angriff

3. Was der Blocker macht, siehst du!

Erste Pflicht des Angreifers ist das Erkennen des Blockers durch peripheres Sehen. Dadurch verhindert man beim harten Angriff einfache, da direkte Blockpunkte, und zwingt den Gegner selbst bei erfolgreicher Abwehr, sich den Punkt noch im Gegenangriff zu erkämpfen. Außerdem kann man aus der Position des gegnerischen Blocks in der Regel auch auf die Position des Abwehrspielers schließen, da die wenigsten Teams in der Verteidigung ständig doppeln bzw. täuschen.

4. Lass dir helfen
Nutze den Call des Partners, wenn dein Mitspieler eine Lücke entdeckt hat oder sieht, dass der Blockspieler sich löst! Dein Spielpartner muss sich im Gegensatz zu dir nicht auf Absprung, Ballflug und Blocker konzentrieren und kann daher die Optionen für den platzierten, taktischen Schlag (Shot) rufen.

5. Doppelt hält besser
Wirf bereits bei der Stemmbewegung, sprich vor dem Absprung, einen kurzen Blick auf den Gegner. Dieser schnelle Blick wird dir die grundsätzliche Abwehrtaktik des Gegners verraten.

6. Auf den zweiten Blick: die hohe Schule
Schwieriger als der Blick vor dem Absprung ist für die meisten Spieler der spätere Blicksprung in der Luft, kurz vor der Angriffshandlung, um die Taktik des gegnerischen Abwehrspielers zu erkennen. Dies ist eine der schwierigsten Aktionen im Beach-Volleyball und es ist keine Schande, wenn man sie nicht beherrscht. Auch Spieler auf absolutem Topniveau haben nicht immer den vollen Überblick - sie werden es nur nie zugeben. Die beste Voraussetzung, damit es mit dem Gucken klappt: Den Ball vor dir lassen und die Grundspannung im (Schlag-)Schulterbereich aufrechterhalten, damit der Abschlagpunkt auch nach dem Blicksprung hoch bleibt. Es bringt nichts, wenn ich zwar den freien Bereich im gegnerischen Feld gesehen habe, der Schlag aber so tief erfolgt, dass ich am Block hängen bleibe!

7. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?
Je geringer das Leistungsniveau, desto einfacher (und geringer) sollten die Handlungsoptionen sein. Kurz vor der Schlagbewegung noch vier mögliche Shots und in beide Richtungen harte Angriffsschläge als Option zu haben, dazu neben dem peripheren Sehen des Blocks die Abwehr per Blicksprung im Auge und den Call des Partners im Ohr zu haben, das überfordert praktisch jeden Spieler (außer vielleicht Olympiasieger Todd Rodgers...…). Arbeite lieber nur mit zwei oder drei Optionen pro Angriff und führe diese gut aus. Ein Beispiel: Ich schlage hart in die Diagonale als Option 1. Wenn ich den Block in der Diagonalen sehe, dann ist Option 2 der Cutshot. Wenn der Abwehrspieler sich aber dahin orientiert und mein Partner daher "Line" ruft, dann spiele ich diesen Ball (Option 3).

Ein Techniktipp von mir dazu: Eine Handgelenkdrehung im letzten Moment ist einfacher als eine komplette Schulter-/Rumpfdrehung. Nehmen wir das o.g. Beispiel und einen Rechtshänder, der auf der linken Seite spielt: Richte deine Körperachse für den Angriff in die Diagonale aus (Option 1 und 2, sprich hart diagonal oder Cut), die last-second-Option nach dem Call des Partners (Lineshot) kann durch die Drehung des Handgelenks erfolgen. Als Rechtshänder, der auf der rechten Seite spielt, startest du mit einem geraden Anlauf und einer Ausrichtung Linie und spielst den Cut als dritte Option aus dem Handgelenk.

Unter Druck klappt nur, was du im Training eingeübt hast, also viel Spaß und Geduld beim Üben. Vorab der Hinweis: Grundsätzlich bei solchen Übungen einfache Aufschläge oder Dankebälle spielen um einen konstanten Spielaufbau sicher zu stellen und damit die Konzentration auf das Trainingsziel zu ermöglichen.

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