Wie werde ich Beach-Volleyball Profi?

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Wie werde ich Beach-Volleyball Profi? Wie schaffe ich es auf die smart beach tour? Diese Fragen stellen sich einige Beacher - wir stellen dir zwei Top-Spieler vor, die es auf völlig unterschiedlichen Wegen geschafft haben.

1. Der klassische Weg über die Nachwuchsschule

Im Jahr 2015 wurde Clemens Wickler Deutscher Meister im Beach-Volleyball, da war er gerade 20 Jahre alt – einen jüngeren Deutschen Meister gab es noch nie. Doch auch Wickler hat mal klein angefangen, er profitierte dabei von der Nachwuchsförderung des Deutschen Volleyball-Verbandes. Ihr fragt euch, wie ihr vielleicht auch mal so groß rauskommen könntet? Zunächst braucht ihr einen Partner, der mit euch spielen würde und ähnliche Ziele verfolgt, findet Elmar Harbrecht, der als Bundestrainer der unter 20-Jährigen schon einige Erfolge mit seinen Athleten feierte.

„Das ist die wichtigste Voraussetzung. Nur dann könnt ihr Turniere spielen und auf euch aufmerksam machen“, sagt Harbrecht. Und wenn ihr keinen Partner in Aussicht habt? „Wir hatten auch schon Athleten, die beim Volleyball-Verband in Berlin angerufen und sich nach einer Trainingsgruppe erkundigt haben. Wir laden die Jungs und Mädchen dann gerne zu einem Probetraining ein“, erzählt Harbrecht. „Wichtig ist, dass die Athleten den nötigen Willen entwickeln. Wenn sie dann nicht ganz untalentiert sind, trainieren sie bei uns mit.“


Von der U13 bis hoch zur U20

Und mit ein bisschen Training lohnt sich der Blick auf die Turniere: Jedes Bundesland richtet seine eigene Landesmeisterschaft aus, in Bayern und beim NWVV (für Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen) starten die Jüngsten im Altersbereich U13. In Bayern gibt es beispielsweise so für junge Spieler genügend Möglichkeiten, Turniere zu spielen, berichtet Dominik von Känel, Beachwart bei der Deutschen Volleyball-Jugend (DVJ).

Bundesweite Vergleiche gibt es ab der U15. „Da richten wir eine Vereinsmeisterschaft aus, für die sich jeder Volleyballverein qualifizieren kann. Die Besonderheit in diesem Jahrgang: Neben dem Spielformat Zwei gegen Zwei spielen die Teams dann auch im Vier gegen Vier gegeneinander“, so von Känel.

Von der U17 bis zur U20 aufwärts bietet dann jeder Landesverband eine Landesmeisterschaft an, auf der sich die besten Teams für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. „Unsere Bundestrainer sind bei jeder Meisterschaft vertreten, da sichten wir dann die Spieler. Ich würde behaupten, dass uns dort kein Spieler durch die Lappen geht, der Talent hat“, berichtet Bundestrainer Harbrecht.

Wer sich dann erst einmal ins Rampenlicht gespielt hat, bekommt vielleicht sogar Chancen, in den Nachwuchskader des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) berufen zu werden. Da gibt es erstmals Lehrgänge für die Altersbesten im Bereich U18 - da holten die Jungs Lukas Pfretzschner und Robin Sowa im Jahr 2016 bei der U18-Europameisterschaft Gold. Pfretzschner fing wie Wickler in Bayern mit dem Beach-Volleyball an und startete auch bei der U13.

 

2. Spielen, spielen, spielen

Doch es gibt nicht nur diesen einen Weg, um erfolgreich zu sein. der Nationalspieler Markus Böckermann beispielsweise startete mit 17 Jahren auf einem Oldenburger Beachplatz mit dem Beach-Volleyball. Mit seinem Bruder Dirk spielte er sich als 21-Jähriger über die Erwachsenen-Turniere der Landesverbände bis hoch auf die smart beach tour.

Bei diesen Turnieren der Kategorie 1+, 1 und 2 sammelt ihr Punkte für die Rangliste eures Landesverbandes, aber auch für die Deutsche Rangliste. Habt ihr genügend Punkte beisammen, könnt ihr euch für ein Turnier der smart beach tour anmelden. Dort führt der Weg dann über eine Qualifikation, über die ihr euch in das Hauptfeld spielen könnt.

Die richtig guten Teams haben so viele Punkte gesammelt, dass sie logischerweise keine Qualifikation spielen müssen – auf jedem Turnier der smart beach tour bleiben aber vier Hauptfeldplätze unbesetzt, sodass es immer vier Teams aus der Qualifikation weiter schaffen.


"Mir wurde nichts geschenkt"

„In dieser Zeit wurde mir nichts geschenkt, jedes Wochenende mussten wir irgendwo hintingeln und alles geben. Das war richtig harte Arbeit, aber es hat sich verdammt nochmal gelohnt", erzählt Böckermann. Viele sagen heute, dass Böckermann auch durch diese Leidensfähigkeit erst so gut geworden ist. Und er selbst sagt, dass er weit weniger Talent als andere Blockspieler hierzulande habe und trotzdem Deutscher Meister geworden sei.

Dieser Weg mag sehr mühselig sein, aber jedes Turnier bringt euch nicht nur Punkte, sondern auch spielerisch weiter. Weitere Beispiele für Quereinsteiger: Nils Ehlers, Perspektivspieler im Nationalteam, schaffte es innerhalb von vier Jahren von der 5. Liga im Hallen-Volleyball zur Deutschen Meisterschaft im Beach-Volleyball.

Markus Böckermann blieb in seinen jungen Jahren sehr geduldig, sammelte fleißig Punkte und scheiterte auch einige Male in der Qualifikation, ehe er richtig groß rauskam. Und dieser Weg kann auch zum Erfolg führen: Neun Jahre nach seinem Beach-Volleyball-Einstieg spielte Böckermann bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio.

Ab in den Sand: Beach-Hallen-Übersicht

Die Outdoor Season geht zu Ende und wir Beacher ziehen in die Indoor-Anlagen um. Du suchst noch nach der passenden Location? Hier geht es zur Übersicht der Beach-Hallen in Deutschland.

Trainingstipp mit Paul Becker

Heute zeigt uns Paul eine weitere Trainingsübung. Dieses Mal geht es darum, den Angriff bewusst in den Block zu schlagen, um die Angriffssicherung zu trainieren. Viel Spaß beim Ausprobieren.

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