+++ Newsblog: Das war das Turnier in Düsseldorf +++

Artikel und Hintergründe zum Top-Teams-Turnier und der Road to Timmendorf


von beach-volleyball.de/Annika Schultz, Klaus Wegener

Sonntag, 19.07.

+++ 19:00 Uhr: Heidrich/Vergé-Dépré dominieren das Finale +++

Am Ende fehlten die Kräfte: Margareta Kozuch und Laura Ludwig haben das Turnier der Top Teams auf Platz zwei beendet. Gegen Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré (Foto) verloren sie das Finale mit 0:2 (12:21, 15:21). Preisgeld und Ranglistenpunkte gibt es nicht für dieses Event, alle Preisgelder werden in den Topf für die Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand geschüttet. Für beide Teams war es das dritte Spiel des Tages, für Kozuch/Ludwig war es der größere Kraftakt. Im Halbfinale mussten sie sich gegen die Deutschen Meisterinnen Karla Borger und Julia Sude im Entscheidungssatz bis zu einem 27:25 vorarbeiten, das Match war erst gut zwei Stunden vor Beginn des Endspiels beendet. Während für Kozuch/Ludwig die Vorbereitung auf das zweite Turnier in 14 Tagen an gleicher Stelle beginnt, werden Heidrich/Vergé-Dépré am Montag einen zweiwöchigen Urlaub starten.

 

 


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+++ 18:15 Uhr: Keine Pille-Palle-Spiele vor ungewohnter Kulisse +++

Die Auftaktturniere in Düsseldorf finden unter besonderen Bedingungen statt. Während in der Altstadt der Rheinmetropole gefeiert wird, ist bei den Beach-Volleyballern irgendwie alles anders.

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+++ 18:10 Uhr: DM-Ticket Nummer drei geht an Kotzan/Niemczyk +++

Neunte DM-Teilnahme für Natascha Niemczyk, dritte für Lisa Kotzan und die erste gemeinsame: Im Entscheidungsspiel für die Vergabe des dritten DM-Tickets sicherte sich das neuformierte Gespann Kotzan/Niemczyk einen Startplatz bei den Titelkämpfen an der Ostsee. Gegen die Overländer-Zwillinge Lena und Sarah siegten sie in drei Sätzen mit 15:21, 21:15 und 15:12. In zwei Wochen bekommen die Overländers eine nächste Chance bei der zweiten Runde der „Road To Timmendorfer Strand”. Kotzan/Niemczyk dürfen sich mit Klinke/Ottens und Aulenbrock/Ferger auf die Meisterschaften freuen. „Wir fühlen uns sehr erleichtert”, sagt Leonie Klinke. „Der Druck war höher als gestern”, so ihre Partnerin.

+++ 16:45 Uhr: Im Finale Deutschland gegen die Schweiz +++

Und wieder werden Erinnerungen wach an ein Highlight aus dem vergangenen Jahr: Im Finale des „Turniers der Top Teams” stehen sich Kozuch/Ludwig und Heidrich/Vergé-Dépré ab 18:11 Uhr gegenüber. Das gab es zuletzt 2019 in Rom im Halbfinale des World Tour Finals, als die Deutschen in zwei Sätzen gewannen.

Die Halbfinals in der Rheinstadt hätten unterschiedlicher kaum sein können. Die Schweizerinnen brauchten zwei Durchgänge, um sich gegen Ittlinger/Laboureur zwei Mal mit 21:15 zu behaupten. Wesentlich ausgeglichener und kraftraubender verlief das deutsche Duell. Karla Borger und Julia Sude hatten ab 14:13 bis zu einer 25:24-Führung neun Matchbälle, die sie nicht verwandeln konnten. Laura Ludwig lobte die Leistung der Kontrahentinnen: „Die haben das in Block-Abwehr echt gut gemacht.” Und weil es kein anderes Mittel mehr gab, stellten Kozuch/Ludwig (Foto: Margareta Kozuch) um, Ludwig ging in den Block und machte tatsächlich die letzten beiden Punkte zum 27:25 – per Block. „Dieses Mal hat es geklappt”, so Ludwig, „geht auch nicht immer so gut aus.”

Vor dem Finale steht aber erst einmal der Kampf um das letzte an diesem Wochenende zu vergebene DM-Ticket an: Der Sieger aus Kotzan/Niemczyk gegen Overländer/Overländer darf sich über die DM-Teilnahme Anfang September in Timmendorfer Strand freuen (Spielbeginn 17:06 Uhr).

+++ 14:55 Uhr: Kira Walkenhorsts „Neue”: Anna Lena Grüne +++

Und während das erste Halbfinale zwischen Ittlinger/Laboureur und Heidrich/Vergé-Dépré läuft flattert eine Meldung aus dem Hause Kira Walkenhorst dazwischen. Die Olympiasiegerin spielt künftig mit Anna Lena Grüne an ihrer Seite, die beim „Road To Timmendorfer Strand” noch mit Julika Hoffmann sieglos ausgeschieden war. In der Pressemeldung heißt es: „Nun freut sich die talentierte Nachwuchsathletin auf die Auftritte mit der erfahrenen Weltklasse-Blockerin: ,Es ist mir eine Ehre, an der Seite von Kira zu spielen. Sie wird mich spielerisch mit all ihrer Erfahrung noch einmal einen großen Schritt nach vorne bringen. In jedem Fall werde ich mega aufgeregt sein. Aufgrund der Kurzfristigkeit des Zusammenschlusses sollte man sicherlich für das erste Turnier nicht zu viel erwarten.’

Kira Walkenhorst stapelt auch tief: „Das Wichtigste ist für mich, endlich wieder im Sand zu stehen und mich komplett schmerzfrei bewegen zu können. Davon war ich im Januar 2019 meilenweit entfernt.’ Und weiter: ,Ich will gar keinen Hehl daraus machen, dass ich natürlich körperlich noch weit von meiner Topform entfernt bin. Daher habe ich auch gar keine Erwartungen an unser erstes gemeinsames Turnier am 31. Juli in Düsseldorf. Interessant wird da schon eher das zweite Turnier an dem 14. August in Hamburg.’

+++ 13:25 Uhr: Erinnerungen an die DM 2019 werden wach +++

Die Halbfinals für das Turnier der Top Teams versprechen hochklassiges Beach-Volleyball: Heidrich/Vergé-Dépré gegen Ittlinger/Laboureur, Weltrangliste zwölf gegen die deutsche Nummer drei, Spielbeginn um 14:30 Uhr. Im Anschluss ab 15:25 Uhr spielen Kozuch/Ludwig gegen Borger Sude (Foto), World Tour-Final-Sieger und Setzlisten-Erste gegen Deutsche Meister und Setzlisten-Zweite. „Es gibt hier keine Pille-Palle-Spiele”, sagt Chantal Laboureur, „das könnten alles EM-Halbfinals oder noch höher sein.” Ittlinger/Laboureur verloren am Sonntag morgen ihr letztes Pool Match gegen Laura Ludwig und Margareta Kozuch, freuten sich aber über die knappen Satzergebnisse: „21:23 und 19:21, das kann sich sehen lassen”, sagte Sandra Ittlinger.

Im letzten Match des zweiten Pools sicherten sich Heidrich/Vergé-Dépré durch ein 2:1 gegen Körtzinger/Schneider Platz eins vor Borger/Sude. Das Duell zwischen ihnen und Kozuch/Ludwig ist im Übrigen eine Neuauflage des Finals bei den Deutschen Meisterschaften 2019. Da siegten Borger/Sude in drei Sätzen.

+++ 11:10 Uhr: Die Highlights am dritten Tag +++

Zwei Highlights prägen den letzten Tag in Düsseldorf. Im Turnier der „Road To Timmendorfer Strand” wird um 17:06 Uhr um das dritte Ticket zu den Deutschen Meisterschaften gespielt. Es stehen sich gegenüber Lisa Kotzan/Natascha Niemczyk und die Zwillingsschwestern Lena und Sarah Overländer. Die Vier hatten sich bereits am Samstag Morgen im Pool Match getroffen, da siegten Kotzan/Niemczyk in drei Sätzen. „Der Druck ist höher als bei anderen Wettkämpfen”, sagt Lena Overländer, „hier geht es um einen Startplatz in Timmendorfer Strand. Zwei Tickets wurden bereits am Samstag an Klinke/Ottens und Aulenbrock/Ferger überreicht.

Im „Turnier der Top Teams” kommt es ab 18:11 zum Kampf um Platz eins. Noch stehen die letzten Pool Matches aus, beste Karten auf den Einzug in die Halbfinals ab 14:20 Uhr und 15:25 Uhr sind die noch ungeschlagenen Duos Kozuch/Ludwig, Ittlinger/Laboureur und die Schweizerinnen Heidrich/Vergé-Dépré (Foto) sowie die Deutschen Meisterinnen Karla Borger und Julia Sude, die einen Niederlage auf dem Konto haben.


Samstag, 18.07.

+++ 19:00 Uhr: „Endlich wieder mal Adrenalin im Körper spüren” +++

Drei aus dem Kreis der Top Teams sind nach dem ersten Spieltag noch ohne Spielverlust, Kozuch/Ludwig und Ittlinger/Laboureur in Pool A sowie die Schweizerinnen Heidrich/Vergé-Dépré im zweiten Pool. Während die Deutschen auch noch ohne Satzverlust sind, brauchten die Weltranglisten-Zwölften aus dem Nachbarland gegen die Nummer sechzehn, Karla Borger und Julia Sude, drei Durchgänge, um zu siegen. Endlich mal wieder Adrenalin zu spüren, darüber freute sich Anouk Vergé-Dépré am meisten, die mit Joana Heidrich den letzten Wettkampf im September 2019 bestritten hat. Ihnen fehlte auch das Feedback, was sich inzwischen verbessert oder gar verschlechtert hat, nun bekommen sie erste Antworten. Das Duell gegen Borger/Sude hatte hohes Niveau, beide schenkten sich nichts und steuern in ihrer Gruppe auf den Halbfinaleinzug hin.

Überlegen präsentierten sich auch Margareta Kozuch und Laura Ludwig in ihren beiden Spielen. Nach dem Sieg gegen Lippmann/I. Schneider (Foto) ließen sie auch den Tschechinnen Kubickova/Kvapilova keine Chance bei ihrem 2:0-Sieg. Da sich zeitgleich auch Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur ihren zweiten Spielerfolg (2:0 gegen Lippmann/I. Schneider) holten, kommt es am Sonntag Morgen um 11:10 Uhr zum Entscheidungsspiel um den Gruppensieg.

Verliererin des Tages, rein nach den sportlichen Resultaten, ist Louisa Lippmann. Aber nach den Erfahrungen und Eindrücken darf sie sich als Gewinnerin fühlen. „Ich war mega nervös vor dem ersten Spiel”, sagte die Hallen-Nationalspielerin, „und dann auch noch gegen Kozuch/Ludwig.” Als die Premiere vorbei war, zeigte sie sich erleichtert: „Jetzt kann ich es besser genießen.” In Spiel zwei lief es schon deutlich besser, „und ich habe gemerkt, dass eine Steigerung da war.” Vielleicht platzt im letzten Match am Sonntag gegen die Tschechinnen endgültig der Knoten und der erste Sieg wird eingefahren.

+++ 17:20 Uhr: Neu im DM-Kreis: Klinke/Ottens und Aulenbrock/Ferger +++

Leonie Klinke lag im Sand und war bemüht, Krämpfe in der Fußmuskulatur zu bekämpfen. Der Schmerz war da, aber die Freude überwog klar: Klinke und Lena Ottens (Foto) haben sich auf Court zwei ihr DM-Ticket erspielt durch ein 2:1 (-22, 19, 10) gegen Lena und Sarah Overländer. Gut anderthalb Minuten später stießen auf Court eins Christine Aulenbrock und Sandra Ferger Freudenschreie aus: Das Duo aus Oythe darf ebenfalls an den Timmendorfer Strand reisen Anfang September, um bei den nationalen Titelkämpfen mitzumischen.

Auf die Verlierer der beiden Finalspiele, die Overländer-Zwillinge und Lisa Kotzan/Natascha Niemczyk wartet am Sonntag nachmittag um 17:06 Uhr die nächste Chance auf einen DM-Platz, dann spielen beide um das dritte Ticket, das an diesem Wochenende vergeben wird.

Beide Siegerteams waren trotz der Freude selbstkritisch: „Diese Schwächephasen können wir mal langsam abstellen”, sagte Christine Aulenbrock zu Sandra Ferger. Ein Fehler sei okay, sagte sie, aber so viele, das geht nicht. In Satz zwei hatten sie ab 20:18 Matchbälle, mussten aber doch noch in den Tie-Break gehen. „Wir hatten es uns so fest vorgenommen, hier das Ticket mitzunehmen”, so Ferger. Noch mehr Turniere mit dem Druck, sich qualifizieren zu müssen, waren nicht in ihrer Planung. „Am Ende wird es ja immer schwieriger”, so Aulenbrock. Jetzt wollen sie bei den Turnieren der Top Teams mitspielen, um möglichst viel Wettkampfpraxis zu bekommen.

Auch Leonie Klinke ärgerte sich, „über Satz eins, wo wir so geil spielen, aber so blöde Fehler machen und doch noch verlieren.” Aber dann bekamen sie die Kurve Richtung Ostseestrand.

„Am Ende so ein Drei-Satz-Ding zu gewinnen, macht Mega-Spaß.” Viel länger hätte sie nicht spielen können, gestand sie, die Krämpfe wurden immer heftiger. Erst mit dem Sieg kam die Lockerheit zurück.

+++ 15:20 Uhr: Wenn Olympiasiegerinnen schnaufen müssen +++

„First time on the court?” fragte Sandra Ittlinger im Vorbeigehen die Tschechin Michala Kvapilova. „Yes” lautete die knappe Antwort. Für alle Protagonisten war es die Premiere seit Ausbruch der Corona-Pandemie und das Debut beim „Turnier der Top Teams”.

Gut eine Stunde später und nach drei gespielten Sätzen hatten Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur ihr erstes Erfolgserlebnis im Kasten und saßen mit strahlenden Gesichtern auf der Spielerbank. Vor allem Chantal Laboureur war zufrieden: „Fürs erste Spiel nach meiner Schulter-Operation war es schon ganz gut.” Sandra Ittlinger lobte sie: „Als Einstiegsspiel nach dieser Phase hätte es auch eine leichtere Aufgabe sein können.” Die Tschechinnen Kubickova/Kvapilova sind die Nummer 39 der Weltrangliste und waren erst unter der Woche für Behrens/Tillmann (Verletzung Tillmann) nachgerückt. „Und dann macht Chanti auch noch diese geilen Schulterschläge”, freute sich Ittlinger.

Für Laura Ludwig (Foto) war es eine riesige Erleichterung, endlich mal wieder auf einem Court bei einem Wettkampf zu stehen. „Das ist ja doch was anderes als Training”, sagt die Olympiasiegerin. „Wir haben uns vorgenommen, uns auf die Turniere zu konzentrieren und möglichst gut reinzukommen und viel rauszuholen”, sagt sie. Zum Einstieg gab es ein 2:0 gegen das Interimsgespann Louisa Lippmann und Isabel Schneider. Lippmann, die aus der Halle kommt und dort als Diagonalangreiferin zu den international besten Kräften gehört, war für die verletzte Victoria Bieneck eingesprungen. „Für Louisa ist es eine ganz neue Sportart, sie macht das super”, sagt Ludwig und mit Blick auf Lippmanns Beine: „Die Bräune wird schon noch kommen.” Ludwig musste aber eingestehen, „auch geschnauft zu haben bei den Temperaturen”. Das Ergebnis (2:0) stimmte aus Sicht der World-Tour-Final-Siegerinnen von 2019.

+++ 13:50 Uhr: Zwei Halbfinals mit Finalcharakter +++

„Yes, Tine”, Sandra Ferger ließ ihre Freude raus, als sie mit ihrer Partnerin Christine Aulenbrock den Einzug ins Halbfinale geschafft hatte. Bei ihrem Drei-Satz-Sieg gegen Stautz/Welsch machten sie sich selbst das Leben schwer, „weil wir die beiden immer wieder gut ins Spiel haben kommen lassen.” Unnötig, wie Sandra Ferger sagte: „Das musste nicht sein.” Jetzt haben sie das erste Etappenziel auf der „Road To Timmendorfer Strand” geschafft und treffen im Halbfinale als Zweitplatzierte aus Pool B auf Lisa Kotzan/Natascha Niemczyk, Erste in Pool A.

Das zweite Halbfinale bestreiten Leonie Klinke (Foto) und Lena Ottens gegen die Overländer-Twins Lena und Sarah. Klinke/Ottens brauchten ebenfalls drei Sätze gegen Müller/Schulz, dann stand ihr Pool-Gewinn fest.

Beide Halbfinals beginnen zeitgleich um 15:55 Uhr und sind eigentlich zwei Finalspiele. Jeweils die Sieger bekommen ein Ticket zu den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand. Die Verlierer spielen am Sonntag Nachmittag ab 17:06 Uhr um den dritten DM-Startplatz, der an diesem Wochenende vergeben wird.

+++ 13:00 Uhr: Hochgerutscht in der Setzliste für den nächsten Versuch +++

Ziel eins erreicht: Kotzan/Niemczyk und die Overländer-Zwillinge haben sich in Pool A der „Road To Timmendorfer Strand”-Runde durchgesetzt und als Erste und Zweite die Halbfinals erreicht. Lisa Kotzan und Natascha Niemczyk kommen auf drei Siege, Lena und Sarah Overländer haben nur das direkte Duell am Samstag Morgen verloren. Ausgeschieden sind damit Claaßen/Interwies und Grüne/Hoffmann, die in zwei Wochen an gleicher Stelle einen weiteren Anlauf starten können, um sich für die DM zu qualifizieren. Für Larissa Claaßen (Foto) hielt sich die Enttäuschung in Grenzen: „Neuer Versuch in vierzehn Tagen, dann werden wir ja auch höher gesetzt und drei der besseren Teams sind raus aus dem Turnier.

Kotzan/Niemczyk und die Overländers warten jetzt auf ihre Halbfinalgegner. Die werden in den letzten Matches in Pool B ermittelt. Die besseren Karten haben das noch ungeschlagene Duo Klinke/Ottens und die an zwei gesetzten Aulenbrock/Ferger. Klinke/Ottens spielen gegen Müller/Schulz, es ist der Vergleich zweier Perspektiv-Teams des Deutschen Volleyball-Verbandes. Svenja Müller und Sarah Schulz sind mit einem 2:1 gegen Stautz/Welsch in den Tag gestartet. Mit einem einfachen Rezept, wie Svenja Müller sagt: „Im Gegensatz zu gestern habe ich heute endlich mal angenommen.” Und ihre Partnerin, mit der sie in dieser Woche erstmals zwei gemeinsame Trainingseinheiten bestreiten konnte, sagt: „Heute waren wir mutiger.” Mal sehen, wie groß der Mut für Spiel drei ist.

 

 

 

+++ 08:40 Uhr: Zwei DM-Tickets werden am Samstag vergeben +++

Es wird langsam spannend: Die ersten beiden von drei Tickets zu den Deutschen Meisterschaften werden heute bei der „Road To Timmendorfer Strand” vergeben. Nach den jeweils vier Pool Matches ab 09:00 Uhr stehen die vier Halbfinalisten fest, die ab 15:55 Uhr auf den beiden Courts um den DM-Startplatz kämpfen.

Parallel wird das „Turnier der Top Teams” begonnen, wo es zum Auftakt in Pool A zu den Spielen Kozuch/Ludwig gegen Lippmann/I. Schneider und Kubickova/Kvapilova (CZE) gegen Ittlinger/Laboureur kommt. Ob sie es will oder nicht: Im Blickpunkt wird Hallen-Nationalspielerin Louisa Lippmann stehen, die heute ihre Turnierpremiere im Sand erlebt.

 

 


Freitag, 17.07.

+++ 18:10 Uhr: Die Quali-Hürde als Extra-Motivation +++

Eigentlich hätten Christine Aulenbrock und Sandra Ferger ab Samstag im Turnier der Top Teams spielen wollen, doch weil Melanie Gernert und Elena Kiesling sich noch entschlossen haben, in diesem Restsommer wieder ein Team zu bilden, flog das Duo aus Oythe aus der Top acht der DM-Zulassungsliste raus und muss sich über die „Road To Timmendorfer Strand” um ein DM-Ticket bewerben. „Es war schon ärgerlich, dass diese Nachmeldung noch möglich war”, sagt Christine Aulenbrock. „Aber wir haben die Situation angenommen und machen das Beste draus”, so Sandra Ferger (Foto). Das Beste wäre an diesem Wochenende der Erwerb einer Fahrkarte zu den nationalen Titelkämpfen, dann hätten sie die Quali-Hürde hinter sich und dürften künftig im Turnier der Top Teams mitspielen. Diese Turnierform startet am Samstag noch mit acht Teams. Vor der zweiten Auflage in zwei Wochen wieder in Düsseldorf, rechnet Volker Braun, kommissarischer Geschäftsführer der Deutschen Volleyball Sport GmbH, mit mehr als acht Meldungen und sagt, der Verband sei darauf vorbereitet: „Wenn das so wird, starten wir vielleicht auch mit zwölf Teams.” Die drei Duos, die sich jetzt einen DM-Startplatz erspielen, dürfen für das Turnier der Top Teams melden, außerdem gibt es Anfragen aus der internationalen Szene und mit Wild Cards für deutsche Teams ließe sich das Feld auffüllen. „Wir wären auf jeden Fall dabei”, sagt Sandra Ferger und mit der gezeigten Leistung beim Auftakt-Sieg gegen die Youngster Svenja Müller/Sarah Schulz ist ihnen die direkte Qualifikation durchaus zuzutrauen.

Zu den außenstehenden Beobachtern gehörte am ersten Tag in der Rheinstadt Julia Sude, die mit Partnerin Karla Borger das Treiben beobachtete. Sude musste sich erst an die Atmosphäre und Umgebung unmittelbar neben dem Düsseldorfer Fußball-Stadion gewöhnen: „Hat was von Schulturnier oder Jugend trainiert für Olympia”, sagt die Deutsche Meisterin, die es gewohnt ist, auf der World Tour oder der Techniker Beach Tour vor vollen Tribünen zu spielen. Mehr Zuschauer wird es im Übrigen nicht geben: Aufgrund der Corona-Pandemie dürfen sich maximal 100 Personen auf dem Turniergelände aufhalten. Mit allen Akteuren, Schiedsrichtern, Court-Personal und Helfern kommt so viel zusammen, dass Fans nicht zugelassen sind.

Um 9 Uhr geht es am Samstag morgen weiter mit zwei Spielen in Pool A der „Road To Timmendorfer Strand”: Mit Kotzan/Niemczyk und den Overländer Zwillingsschwestern stehen sich die Sieger des ersten Tages gegenüber; mit Claaßen/Interwies gegen Grüne/Hoffmann die Verlierer. Um 10 Uhr steigen die nächsten Matches in Pool B: Aulenbock/Ferger gegen Klinke/Ottens und Stautz/Welsch gegen Müller/Schulz.

Erst um 13.45 Uhr wird das Turnier der Top Teams eröffnet. Dabei kommt es zum Auftakt des Duells Kozuch/Ludwig gegen Lippmann/Isabel Schneider. Kozuch und Lippmann? Richtig, zwei Diagonalangreiferinnen, die in der Halle zu den Besten ihres Fachs gehören…

+++ 16:10 Uhr: Der Anfang ist gemacht +++

Eins gegen sechzehn – klingt nach einer klaren Sache, war es aber nicht, wie Lisa Kotzan und Natascha Niemczyk in ihrem Auftaktmatch feststellen mussten. „Es fühlt sich alles noch komisch an”, so Lisa Kotzan. Am Ende stand für die an Position eins gesetzten Dingolfingerinnen ein 2:1 (16, -18, 12) gegen Anna Lena Grüne/Julika Hoffmann zu Buche. „Nach nur einer Woche gemeinsamem Training war es dann okay”, so Niemczyk (Foto), die in München lebt, während Lisa Kotzan in Berlin angesiedelt ist.

Nicht viel anders erging es Lena und Sarah Overländer zum Start der „Road To Timmendorfer Strand”-Reihe. Nach dem Dei-Satz-Sieg gegen Claas/Interwies sagte Lena Overländer: „Wir waren ganz schön nervös, irgendwie ist es doch was anderes, wenn Du im Kopf hast, dass es jetzt um ein DM-Ticket geht.”

+++ 13:34 Uhr: In Düsseldorf wird wieder auf der deutschen Tour gespielt +++

Mit einem Klick auf das Foto kommst du direkt zum Livestream vom Center Court (Foto: Joern Pollex Hoch Zwei/Grafik: beach-volleyball.de)

Mit dem Duell des neuformierten Duos Lisa-Sophie Kotzan/Natascha Niemczyk gegen Anna-Lena Grüne/Julika Hoffmann um 14 Uhr (→ im Livestream) startet für acht Frauenteams die Road to Timmendorfer Strand. in Düsseldorf. Im Stundentakt geht es dann auf dem Center Court weiter, bis ca. 18 Uhr werden alle Teams ihr erstes Gruppenspiel absolviert haben.

Zum Spielsystem: Die Gruppenphase wird in zwei Gruppen à vier Teams ausgetragen. Jedes Team hat drei Spiele gegen jedes andere Team. Die zwei Gruppensieger und die Gruppenzweiten spielen im anschließenden Halbfinale bereits um die Tickets zur Deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand. Die Verlierer treffen am Sonntag im Spiel um Platz 3 erneut aufeinander und spielen um das dritte DM-Ticket, das an diesem Wochenende verteilt wird.

+++ 12:45 Uhr: Vorbereitung für die Ohren: Die Beachvolleyball-Welt ist ein Düsseldorf +++

+++ 8:26 Uhr: Turnierausblick: Düsseldorf macht den Anfang +++

Die einen sind schon qualifiziert und holen sich Spielpraxis, für die anderen geht es um die Qualifikation zu den Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften 2020: Streams und Infos zu den Turnieren in Düsseldorf.

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